Ein Viertel mit Geschichte
Von den Weinbergen zum lebendigsten Viertel Prags
Die Hänge unterhalb des Vítkov waren bis ins 19. Jahrhundert mit Weinbergen bedeckt. Dann wuchs Žižkov fast über Nacht zu einer stolzen Arbeiterstadt heran — benannt nach Jan Žižka, dem einäugigen Hussitenfeldherrn, der 1420 auf dem Hügel darüber ein Kreuzfahrerheer schlug. Ab 1881 eigenständige Stadt, wurde Žižkov 1922 Teil von Groß-Prag — mit seinen Mietshäusern, seinen Tramlinien und mehr Kneipen pro Straße als irgendwo sonst in der Stadt.
Unsere drei Häuser — Štítného 13, Cimburkova 14 und 15 — entstanden in dieser großen Gründerzeit und empfangen seither Menschen. Unten sehen Sie das Viertel, wie es unsere Gäste vor Jahrzehnten vorgefunden hätten — fotografiert von genau denselben Standpunkten heute.
Štítného-Straße · Postkarte, frühes 20. Jh.
Ein Stück weiter unsere eigene Straße Štítného hinauf stand eines der ersten Kinos von Žižkov. 1912–1913 baute der Unternehmer Vilém Weiss einen Teil eines alten Theatersaals an der Ecke zur Chlumova-Straße zum Ersten Žižkover Kinematografentheater um; ab 1934 lief es als Bio Pokrok, bis es 1949 schloss. Ein Umbau 2005–2006 machte daraus die Pokrok-Filmstudios und bewahrte die originale Jugendstilfassade, an der Sie heute in der Štítného 34 noch vorbeigehen.
Dieselben Straßen, ein Jahrhundert später
Historische Aufnahmen der Straßen rund um das Hotel, von denselben Standpunkten neu fotografiert.


Das Restaurant U Štítného, direkt im Nachbarhaus
Das Eckrestaurant mit seinen Stammgästen im Jahr 1929 — unter dem Namen U Tomáše Štítného wird hier bis heute tschechisches Bier gezapft.


Die Seifertova-Straße mit der Tramlinie
Žižkovs Hauptader, einst mit Pferde- und frühen Elektrotrams — auf denselben Gleisen fahren heute die Linien 5, 9 und 26 am Hotel vorbei.


Der kleine Platz unterhalb des Hotels
Eine gepflegte Gartenanlage um 1900 — und über ein Jahrhundert später noch immer eine grüne Ecke des Viertels.


Die Cimburkova-Straße — unsere eigene Straße
In den 1960ern war Žižkov vielerorts vernachlässigt; heute sind dieselben Häuser saniert. Das HOTEL-Schild rechts markiert unsere Straße — zwei unserer drei Häuser stehen genau hier in der Cimburkova.


Die Cimburkova bei Straßenarbeiten
1964 wurde hier gerade das Pflaster erneuert — dieselbe Cimburkova an einem ganz gewöhnlichen Werktag.


Die Milíčova-Straße — Blick zur Prokop-Kirche
Aus der Eckwäscherei ('Prádlenka') wurde ein Minimarkt, doch der Blick hinauf zur neugotischen Kirche ist unverändert.


Die Milíčova-Straße — Blick zum Vítkov-Hügel
Der grüne Hang des Vítkov schließt den Blick ab — damals wie heute, fünf Gehminuten vom Hotel.



Die Ecke, die nie wieder aufgebaut wurde
Im Februar 1945 traf ein für Dresden bestimmter amerikanischer Luftangriff versehentlich Prag; das Haus an dieser Ecke (Štítného und Milíčova) wurde zerstört. Das Grundstück wurde nie wieder bebaut — ausgerechnet hier parken heute unsere Gäste auf dem abgeschlossenen, kameraüberwachten Hotelparkplatz. Fahren Sie mit der Maus über das Foto von 1945, und es erwacht in Farbe.
Ein weiteres Kapitel

Drei dieser Häuser empfangen heute Gäste
Übernachten Sie in einem Stück Žižkover Geschichte — zehn Minuten von der Altstadt.
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